Anwendungshilfe 01 / 10
Ein Pflaster richtig anbringen
Ein kleines Pflaster ist schnell zur Hand. Entscheidend ist, dass die weiche Auflage die Verletzung vollständig bedeckt und die Klebeflächen auf gesunder Haut liegen.
Gut zu wissen
Wofür ist das Material gedacht?
Für eine kleine, oberflächliche Wunde mit geringer beziehungsweise bereits gestillter Blutung. Ein Pflaster verschließt keine tiefe oder klaffende Wunde.
Bevor Sie beginnen
Alles in Ruhe vorbereiten.
Das benötigen Sie
- Passendes Wundpflaster mit ausreichend großer Auflage
- Einmalhandschuhe
- Bei Meterware eine saubere Schere
Darauf achten Sie zuerst
- Erklären Sie der Person, was Sie vorhaben. Sie kann sich hinsetzen und den Arm bequem ablegen.
- Hände reinigen und Einmalhandschuhe anziehen. Die Wunde selbst nicht mit den Fingern berühren.
- Prüfen Sie die Verpackung und die Hinweise des Herstellers. Die umgebende Haut soll trocken sein, damit das Pflaster haftet.
Schritt für Schritt
Die Anwendung Schritt für Schritt.
Eigene Illustrationen für die stehMED Wissenswelt begleiten die Anleitung. Lesen Sie die Erklärung zu jedem Schritt. Zum Vergrößern wählen Sie das jeweilige Bild.
- Schritt 01
Die passende Größe wählen
Die Wundauflage muss über alle Ränder der kleinen Verletzung hinausreichen. Für diese Übung genügt ein gewöhnlicher Pflasterstreifen.
- Schritt 02
Die Schutzfolie abziehen
Öffnen Sie das Pflaster. Ziehen Sie die Schutzfolien an den Laschen ab, ohne die Wundauflage anzufassen.
Nur an den Laschen halten; die weiche Auflage nicht berühren. - Schritt 03
Die Auflage mittig platzieren
Legen Sie die weiche Auflage genau über die Verletzung. Klebstoff darf nicht direkt auf die offene Wunde gelangen.
Die weiche Mitte deckt die gesamte Wunde ab. Die Klebeflächen liegen auf gesunder Haut. - Schritt 04
Die Ränder glatt befestigen
Drücken Sie nur die Klebeflächen vorsichtig an. Das Pflaster soll glatt sitzen und darf die Haut nicht unter Zug zusammenziehen.
- Schritt 05
Den Sitz im Blick behalten
Prüfen Sie, ob das Pflaster hält und angenehm sitzt. Ein verschmutztes, nasses oder gelöstes Pflaster ersetzen Sie. Beachten Sie die produktspezifischen Wechselhinweise.
Das Pflaster soll angenehm und ohne Zug auf der Haut sitzen.
Aufmerksam bleiben
Häufige Fehler vermeiden.
- Ein zu kleines Pflaster lässt einen Teil der Wunde unbedeckt.
- Finger auf der Wundauflage können sie verunreinigen.
- Ein fest um Finger oder Arm gezogener Klebestreifen kann einschnüren.
Grenzen der Selbsthilfe
Wann weitere Hilfe nötig ist.
- Tiefe oder klaffende Wunden, Bisse, festsitzende Fremdkörper und anhaltende Blutungen benötigen ärztliche Hilfe. Lassen Sie zunehmende Rötung, Schwellung, Schmerzen oder Eiter sowie einen unklaren Tetanusimpfschutz abklären.
Kurz nachgedacht
Was nehmen Sie mit?
Welcher Teil des Pflasters gehört direkt auf die kleine Wunde?
Wählen Sie eine Antwort.
- Die weiche Wundauflage
- Eine der Klebeflächen
- Die Schutzfolie
Antwort anzeigen
Die weiche Wundauflage
Die weiche Wundauflage bedeckt die Verletzung. Die Klebeflächen halten das Pflaster auf der unverletzten Haut daneben.
