stehMED Lernwelt · Alltagssituationen
Situationen verstehen.
Helfen vorbereiten.
Sieben Situationen, in denen Sie den nächsten sinnvollen Schritt auswählen. Lesen, entscheiden und in Ruhe nachvollziehen, warum eine Maßnahme passt.
Mit dem ersten Thema beginnen
Lernbeispiele für Erwachsene in Deutschland. Die Übungen ergänzen einen praktischen Erste Hilfe Kurs. Bei einem echten Notfall 112 wählen und den Anweisungen der Leitstelle folgen.
Lernangebot · Die fachliche Freigabe steht noch aus. Im akuten Notfall 112 anrufen.
Sicher helfen beginnt bei Ihnen
Gefahren erkennen, bevor Sie sich nähern.
Prüfen Sie die Umgebung auf Gefahren wie Strom, Verkehr oder Rauch. Bei möglichem Stromkontakt dürfen Sie weder die Person noch leitende Gegenstände berühren. Die Stromzufuhr nur abschalten, wenn das gefahrlos möglich ist. Sonst Abstand halten und professionelle Hilfe rufen.
In einer Werkstatt liegt ein Erwachsener neben einer beschädigten Maschine. Ein Kabel liegt offen. Ob die Maschine noch unter Spannung steht, ist unklar.
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Was tun Sie zuerst?
Abstand halten, andere warnen und 112 rufen.
Sie vermeiden weitere Verletzte und lassen die Gefahr fachgerecht beseitigen.
Merken Helfen Sie, ohne selbst Teil des Notfalls zu werden.
Keine Reaktion heißt sofort Hilfe rufen
112 wählen und die Atmung parallel prüfen.
Bleibt eine Person ohne Reaktion, wählen Sie sofort 112 auf Lautsprecher. Während der Verbindungsaufbau läuft, öffnen Sie die Atemwege durch vorsichtiges Neigen des Kopfes nach hinten und Anheben des Kinns. Prüfen Sie höchstens zehn Sekunden durch Sehen, Hören und Fühlen, ob die Atmung normal ist.
Eine Erwachsene liegt im sicheren Besprechungsraum. Lautes Ansprechen und vorsichtige Schulterberührung lösen keine Reaktion aus. Ihr Mobiltelefon ist griffbereit.
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Wie beginnen Sie?
112 auf Lautsprecher wählen und parallel die Atmung prüfen.
Die Alarmierung beginnt sofort. Die Leitstelle unterstützt Sie bei Unsicherheit.
Merken Den Notruf nicht bis nach der Atemkontrolle aufschieben.
Ein klarer Notruf
Den Ort nennen und Rückfragen beantworten.
Nennen Sie zuerst den genauen Notfallort, einschließlich hilfreicher Angaben zu Gebäude und Zugang. Antworten Sie anschließend auf die Fragen der Leitstelle. Sie brauchen keine feste Fragenliste auswendig. Bleiben Sie in der Verbindung, bis die Leitstelle das Gespräch beendet.
Ein Erwachsener ist in der Sporthalle zusammengebrochen. Eine andere Person hilft bereits. Sie haben 112 gewählt. Die Halle hat zwei Eingänge, nur einer führt direkt zum Spielfeld.
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Welche Information hilft jetzt?
Ort, Adresse und passenden Eingang nennen, dann Fragen beantworten.
So kann die Hilfe den Einsatzort finden und gezielt vorbereitet werden.
Merken Der genaue Ort zuerst. Die Leitstelle führt durch das Gespräch.
Schnappatmung richtig einordnen
Einzelnes Luftschnappen ist keine normale Atmung.
Keine Reaktion und keine normale Atmung bedeuten sofort Wiederbelebung. Drücken Sie mit beiden Handballen übereinander auf die untere Hälfte des Brustbeins in der Brustkorbmitte. Arme gestreckt, 100 bis 120 Mal pro Minute, fünf bis sechs Zentimeter tief. Den Brustkorb jeweils vollständig entlasten.
Wenn Sie Beatmung gelernt haben, sie können und dazu bereit sind, wechseln Sie 30 Druckbewegungen mit zwei Atemspenden. Andernfalls drücken Sie durchgehend.
Ein Erwachsener reagiert nicht. Sie sehen nur vereinzeltes, unregelmäßiges Luftschnappen. 112 ist bereits auf Lautsprecher verbunden.
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Was ist jetzt richtig?
Mit Herzdruckmassage beginnen und der Leitstelle folgen.
Beginnen Sie sofort. Beschreiben Sie der Leitstelle Ihre Beobachtung.
Merken Schnappatmung bei fehlender Reaktion ist ein Anlass zur Wiederbelebung.
Normal atmend und trotzdem in Gefahr
Seitenlage und fortlaufende Beobachtung gehören zusammen.
Bei Bewusstlosigkeit mit normaler Atmung und ohne Hinweis auf eine Unfallverletzung ist die stabile Seitenlage geeignet. Kopf vorsichtig nach hinten neigen, Mund nach unten ausrichten. Bleiben Sie dabei und kontrollieren Sie die Atmung wiederholt. Wird sie nicht mehr normal, in Rückenlage bringen und Wiederbelebung beginnen.
Eine Erwachsene wurde bei plötzlichem Unwohlsein ohne Sturz zu Boden begleitet. Sie reagiert nicht, atmet aber eindeutig normal. 112 wurde bereits gerufen.
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Wie helfen Sie weiter?
In stabile Seitenlage bringen und die Atmung weiter beobachten.
Die Lagerung unterstützt freie Atemwege. Die weitere Kontrolle bleibt nötig.
Merken Die Seitenlage ersetzt weder den Notruf noch die Atemkontrolle.
Eine starke Blutung braucht direkten Druck
Blutstillung sofort beginnen und Hilfe organisieren.
Drücken Sie mit einer Wundauflage oder einem sauberen Tuch fest auf eine stark blutende Wunde. Halten Sie den Druck aufrecht und veranlassen Sie 112. Nutzen Sie griffbereite Einmalhandschuhe. Verzögern Sie die Blutstillung nicht durch die Suche nach perfektem Material.
Ein Erwachsener hat eine stark blutende Schnittwunde am Unterarm. Kein Gegenstand steckt darin. Handschuhe und eine Wundauflage liegen bereit. Eine zweite Person kann telefonieren.
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Was ist jetzt sinnvoll?
Mit der Auflage fest drücken und die andere Person 112 rufen lassen.
So laufen Blutstillung und Alarmierung gleichzeitig. Halten Sie den Druck aufrecht.
Merken Bei starker Blutung hat wirksamer Druck Vorrang vor perfektem Material.
Gemeinsam helfen, Aufgaben klar verteilen
Wiederbelebung und AED möglichst parallel organisieren.
Sprechen Sie Umstehende direkt an. Eine weitere Person kann einen nahen AED holen, während die Herzdruckmassage weiterläuft. Gerät einschalten und den Ansagen folgen. Bei Analyse und Schockabgabe darf niemand die Person berühren. Anschließend sofort wieder drücken, auch wenn kein Schock empfohlen wird.
Bei einem Erwachsenen läuft die Wiederbelebung. 112 ist verbunden. Zwei Helfende kommen dazu, ein AED hängt im Nachbarraum.
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Wie organisieren Sie die nächsten Schritte?
Gezielt jemanden zum AED schicken, während Sie weiterdrücken.
Ein weiterer Helfer kann den Rettungsdienst einweisen. Unterbrechen Sie nur, wenn nötig.
Merken Klare Aufgaben helfen, die Versorgung ohne unnötige Pausen fortzuführen.
Ihr Überblick
Das nehmen Sie mit.
Das ist eine Lernübung. Sie bescheinigt keine praktische Qualifikation und ersetzt keinen Erste Hilfe Kurs.
